FRAGEN UND ANTWORTEN

Wieso kandidieren Sie nicht für eine Partei?

Ich bin der Auffassung, dass es in einer Gemeindeexekutive nicht primär um die grosse Politik der Parteien geht, sondern um eine effiziente und transparente Umsetzung des Bürgerwillens. So gesehen spielt die Parteifarbe in einer Gemeindebehörde eher eine zweitrangige Rolle.

Ich kann aber durchaus nachvollziehen, dass es für den Bürger schwierig ist, die politische Gesinnung von Parteilosen zu erkennen. Gerade darum ist es auch wichtig, dass Parteilose ihre Geschichte, ihre Standpunkte und ihre Meinungen dem Stimm- bürger transparent aufzeigen und darlegen.


Welche Erfahrungen und Fähigkeiten können Sie einbringen?

Ich werde dieses Jahr 56 Jahre alt und habe mir in all den Jahren einen breiten Rucksack an Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnissen aus meinen Tätigkeiten in kleinen und grossen Organisationen zugelegt. Ich kenne das Gefühl des Erfolges, habe aber auch Niederlagen, Krisen und schwere Krankheiten durchgestanden. Mag die Situation noch so schwierig sein, nicht aufgeben und einfach immer diszipliniert weiter machen.


Welcher politischen Partei stehen Sie am nächsten?

Wenn es um Fragen der Sicherheit, Ordnung, Arbeit und Eigenverantwortung geht, so stehen mir die Ideen der SVP am Nächsten. Wenn es aber um Fragen der Natur, Umwelt, Resourcen und Verkehr geht, sympatisiere ich mit dem Gedankengut der Grün Liberalen Partei. So gesehen würde ich mich als grünliberalen SVPler bezeichnen.


Aus welcher Motivation kandidieren Sie für den Gemeinderat in Erlenbach?

Ich bewege mich auf der Zielgerade meiner zweiten Lebensphase. Die Kinder sind nun gross und selbständig geworden und auch beruflich habe ich bereits Last abgegeben. Ein guter Zeitpunkt also, etwas Neues in die Hand zu nehmen und meine Erfahrungen und Kenntnisse der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Zudem interessieren mich Aufgaben und Herausforderungen, die es in einer Gemeinde zu lösen gibt. Eine echte Gemeinderatswahl verlangt auch eine Auswahl an Kandidaten.


Wie hoch ist ihr Wahlkampfbudget

Ich habe mir ein Budget ohne Eigenleistungen von CHF 700.- gesetzt und ich bin zuversichtlich, dass ich das ganze Budget nicht einmal brauchen werde. In Erlenbach sollten CHF 700.- für einen Erstkontakt ausreichen. Für einen Zweitkontakt oder sogar für eine Stimme bedarf es ja dann mehr an überzeugendem Inhalt als an finanziellen Mitteln. Die ganze Kampagne beruht auf dem Prinzip einer hohen und kreativen Eigenleistung und auf einer minimal eingekauften Fremdleistung.


Wie soll es weiter gehen mit Erlenbach?

Erlenbach ist heute eine Perle am Zürichsee und dieser Perle müssen wir auch in Zukunft Sorge tragen. Aber auch Erlenbach darf nicht stehen bleiben, sondern muss und soll sich weiterentwickeln um attraktiv zu bleiben. Dabei soll nicht die Quantität, sondern vor allem die Qualität im Vordergrund stehen. Die Bedürfnisse der Bewohner ändern sich und diese Änderungen gilt es zu erkennen und auch auf Gemeindeebene zu berücksichtigen. Auch die verkehrstechnische Erschliessung darf nicht auf dem Stand von heute stehen bleiben. Eine zukünftige Strassentunnelverbindung ans Nationalstrassennetz sollte bereits heute angedacht werden.


Was schätzen Sie an Erlenbach?

Die Kombination zwischen Arbeit und Freizeit ist in Erlenbach phänomenal. Von meinen fünf Wochen Ferien pro Jahr verbringe ich mindestens drei Wochen im Ferienort Erlenbach am Zürichsee. Ich habe an Orten gelebt, wo ich 40 Minuten Auto fahren musste, um einen kleinen Waldspaziergang machen zu können. Hier bin ich in weniger als fünf Minuten zu Fuss im Wald. Das ist echter und unbezahlbarer Luxus, den wir auch in Zukunft jedem Einwohner von Erlenbach bieten sollten.